Ben Brusniak

PE01.10.08 Linksjugend ['solid]Nein zur NATO- JA zum Sozialismus Oktober 1, 2008

Nein zur NATO – Ja zum Sozialismus

Am Sonntag, 28. September fand die erste Jahreshauptversammlung von linksjugend ['solid] Baden-Württemberg nach der erfolgreichen Gründung im September 2007 statt. Der größte sozialistische Jugendverband in Baden-Württemberg wählte seinen neuen SprecherInnenrat und legte seine politischen Schwerpunkte für das Jahr 2009 fest.

Die wichtigsten Ereignisse für den Jugendverband sind neben den anstehenden Wahlen, vor allem die  bundesweite „Aufmucken gegen Rechts“-Kampagne gegen Nazis und die Proteste gegen die NATO anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens. linksjugend ['solid] wird zu den Protesten gegen die NATO-Geburtstagsfeierlichkeiten Anfang April 2009 in Kehl und Strasbourg mobilisieren und sich an den Protesten beteiligen. Auch die verfehlte Bildungspolitik der Landesregierung wird ein Schwerpunkt sein. Dazu wird linksjugend ['solid] den bundesweiten Schülerstreik am 12. November 2008 unterstützen, um den Forderungen nach einem gerechteren und besseren Bildungssystem Nachdruck zu verleihen.

Vor den anwesenden 50 Mitgliedern und Interessierten aus den Regionen hielten Niema Movassat, Jugendpolitischer Sprecher im Parteivorstand

DIE LINKE, Bernd Riexinger, Landesvorsitzender DIE LINKE Baden-Württemberg und Tobias Pflüger, Europaabgeordneter der LINKEN aus Tübingen, Grußworte.

Dem neuen LandessprecherInnenrat gehören Cynthia Schneider (Gewerkschaftssekretärin, 26, Schwäbisch Gmünd), Malena Alderete (Studentin, 30, Stuttgart),  Tinette Schnatterer (Studentin, 28, Stuttgart), Christoph Ozasek (Student, 22, Stuttgart), Frederico Elwing (Student, 26, Tübingen), Ben Brusniak (Gesundheits- und Krankenpfleger, 25, Stuttgart), Jan Eckhoff (Jugend- und Heimerzieher in Ausbildung, 22, Geislingen) und Daniel Reuß (Lagerleiter Abtl. Tiefkühl, 25, Bühl) an.

 

Fest der Völker verhindern! September 12, 2008

Am 13.09. findet im thüringschen Altenburg das sogenannte Fest der Völker statt. Veranstalter des faschistischen Festivals sind die NPD und die „European National Front“, ein Zusammenschluss europäischer rechter Parteien. Das Programm des „Festes“ besteht aus einigen Reden und vorwiegend Musik von Bands aus dem internationalen Nazimusik-Netzwerk Blood & Honour. Im letzten Jahr kamen ca. 1500 Faschisten aus mehreren Ländern zum „Fest der Völker“ nach Jena. Es hat sich zu einer der bedeutensten Nazi-Großveranstaltungen entwickelt, dient der Vernetzung faschistischer Strukturen aus ganz Europa und besonders durch das Musikprogramm soll die Rekrutierung von Jugendlichen gefördert werden.
Im letzten Jahr kam es in Jena durch ein breites antifaschistisches Bündnis zu zahlreichen Blockaden des Veranstaltungsorts und der Ablauf des Nazifestes wurde massiv gestört. Darauf gilt es aufzubauen und den Nazis auch im provinziellen Altenburg ihre Veranstaltung zu versauen. Kein Fußbreit den Faschisten!

„Fest der Völker“ eine schmeichelhafte Bezeichnung für ein Fest von Nazis für Nazis. Als Veranstalterin tritt öffentlich die NPD auf, die das „Fest der Völker“ zusammen mit der europaweit auftretenden, faschistischen „European National Front“ organisiert. Auch freie Kameradschaften und Bands aus dem internationalen Nazimusiklabel „Blood&Honour“, das in der BRD verboten ist, werden sich am „Fest“ beteiligen.

Eine solche Großveranstaltung wie das „Fest der Völker“ dient nicht nur der Unterhaltung, sondern auch der Verbreitungfensterbild.jpg eines rassistischen, antisemitischen und sexistischen Weltbildes. Außerdem geht es um den Aufbau von faschistischen Strukturen, der Organisation und Vernetzung von Nazis aus ganz Europa. So sind nicht nur die zahlreichen Reden ein wichtiger Bestandteil des „Festes“, auch die Musik spielt eine wesentliche Rolle. Denn für die meisten Jugendlichen sind lange Reden nicht sonderlich spannend, doch durch die musikalische Unterhaltung lassen diese sich leicht anlocken. Die NPD versucht dem „Fest der Völker“ ein familienfreundliches Image zu geben, unter anderem dadurch, dass einschlägige Nazikleidungsmarken auf diesem verboten sind. Doch auch wenn sich die Nazis hinter „unauffälliger“ Kleidung verstecken, das menschenverachtende Weltbild bleibt!

„Fest der Völker. Ein Europa der Vaterländer!“ – Unter diesem Motto feiern die Nazis einerseits die kulturelle Einheit eines alten Europas und auf der anderen Seite treten sie für völkisch fest abgeriegelte Nationen ein. Was auf den ersten Blick widersprüchlich wirkt, ist jedoch schon länger ein Bestandteil faschistischer Hetze. Angepasst an aktuelle politische und wirtschaftliche Gegebenheiten und eine breite gesellschaftliche Stimmung, setzen die Nazis wieder verstärkt auf das Propagieren europäischer Gemeinsamkeiten in Abgrenzung zu den Interessen der restlichen Welt.
Dieser kulturell begründete Rassismus ersetzt jedoch nicht die altbekannte, rassistische Herrenmenschenideologie der deutschen Nazis. Diese ist je nach gesellschaftlichem Anklang mal stärker und mal schwächer Teil ihrer Demagogie.

Nazis bleiben Rassisten, ganz egal wie europäisch sie sich geben, sie unterteilen die Menschen trotzdem in ihrem völkischen Denken in lebenswert und weniger lebenswert.

Egal welche Form von Rassismus sich die Nazis aktuell auf die Fahne schreiben, wir stellen klar, dass es darum geht, gegen jede Form von Rassismus anzugehen. Denn Rassismus steht einem solidarischen und friedlichen Leben immer entgegen. In diesem Sinne dient Rassismus auch immer der Spaltung der Menschen, die sich im Grunde genommen zusammenschließen müssten um ihre Interessen wahrzunehmen.

Verhindern wir zusammen am 13. September das rassistische Spektakel!

Bereits im letzten Jahr ist es 3.000 NazigegnerInnen gelungen das „Fest der Völker“ durch vielfältige Aktionen erheblich zu stören. Darauf gilt es in diesem Jahr aufzubauen – egal wo es stattfindet!

Treten wir den Nazis mit gebotener Schärfe entgegen! – Auf allen Ebenen , mit allen Mitteln!

 

Zu Gast beim Amtsgericht August 28, 2008

Heute war ich beim Amtsgericht Stuttgart. Nein, nicht das was ihr denkt! Ich war als Gast da. Okay, zur Vorgeschichte: Am 15. März im Jahre 2008 trafen sich einige wenige, sagen wir mal maximal 20 Frühstücker und Frühstückerinnen, zum spontanen Frühstück auf den Überbleibseln der Stuttgarter Freitreppe. Der Grund warum war klar: Sie hatten Hunger! Diese Menschen wollten ihr Essen allerdings nicht einfach auf den kalten und etwas unhygenischen Treppenboden legen und so breiten sie ihre selbstmitgebrachten Tischdecken aus. Diese Tischdecken, welche durch ihr künstlerisches Design kaum zu übertreffen waren und manche gar an Transparente mit Aufschriften wie zum Beispiel „Freiraum“ oder „Anarchie“ erinnerten, wurden von unseren allseits bekannten Freunden und Helfern in Grün fälschlicherweise als Transparente erkannt. Im vorauseilendem Gehorsam, unerlaubte Kundgebungen oder gar Schlimmeres verhindern zu wollen, nahmen dann diese die Personalien von einem der hungrigen Frühstückern auf und betitelten diesen als „Ansprechparter“.  Das Wort „Ansprechparter“ wurde dann in den Mühlen der weiteren Ermittlungen irgendwann umgedeutet und das Wort Versammlungsleiter war geboren. Und so wurde aus dem Ansprechpartner ein Versammlungsleiter und aus einem Frühstück eine unangemeldete Versammlung.  So weit so gut. Jetz haben wir also mittlerweile einen Versammlungsleiter und eine nicht angemeldete Versammlung. Was noch fehlt, ist natürlich eine Klage gegen den Versammlungsleiter, weil er seine Frühstücksversammlung nicht rechtzeitig angemeldet hatte. Die Klage wurde zugestellt und die Kontaktperson legte fristgerecht Einspruch ein. Soviel zur Vorgeschichte.

Heute am 28. August war dann die Hauptverhandlung im Amtsgericht Stuttgart. Damit die Kontaktperson nicht alleine vor Gericht erscheinen muss, haben sich dann wieder so um die 15 Personen entschlossen, der Verhandlung als Gast beizuwohnen. Um zu verdeutlichen, dass Frühstücken keine Versammlung ist, wurde wiederum ein Picknickkorb gepackt und im Vorfeld der Verhandlung vor dem Saal standesgemäß gefrühstückt. Die Verhandlung begann und die ersten Zeugen wurden vernommen. Unter den Zeugen befand sich auch der zuständige Streifenpolizist. Dieser berichtete dann den Sachverhalt von seiner Seite aus und benutzte dann auch wieder das Wort „Ansprechpartner“. Als die Richterin dies hörte war ihr sofort klar, dass ein Ansprechparter nicht per se auch der Versammlungsleiter sein muss und schloss die Beweisaufnahme ohne alle Zeugen zu hören. Der übereifrige Rechtsanwalt wollte dann sofort zum Schlussplädoyer übergehen. Die Richterin überzeugte ihn dann aber ganz schnell, dass es vor Gericht eben auch Formalia gibt und dass diese eben auch einzuhalten sind. So kam es  dann auch, dass nach den Formalia sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung auf Freispruch plädierte und das Gericht auch so entschied.  Alles in allem kann man sagen: Frühstücken alleine muss keine Versammlung sein. Und nur weil mensch mit der Polizei redet ist mensch noch lange kein Versammlungsleiter.

 

Stuttgart, DIE LINKE und ICH August 24, 2008

Ab Heute ist es offiziell.  Ich möchte in Stuttgart bei den Kommunalwahlen für DIE LINKE antreten.  Also werdet ihr in Zukunft nicht nur Dinge über den Jugendverband Linksjugend ['solid] erfahren, sondern auch wo ich mich überall in Stuttgart einmischen werde.

 

Das private ist politisch und das politische Privat August 18, 2008

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So das war das Wochenende, Freitag und Samstag war ich auf der LMV von Linksjugend['solid] Hessen in Seeheim. Ja das ist genau das Seeheim, welches auch die SPD kennt. Schöne Atmosphäre und das Worldcafe wirklich eine gute Methode. Ansonsten viel Neues über ['solid] Hessen erfahren und ich bin gespannt wer die Kampfkandidatur um die Stelle des Finanzers denn nun gewonnen hat. Ansonsten war alles wie immer. War bei meinen Eltern und hab mich für das Auto bedankt und mein Vater wie immer war am Werkeln. Tja und gestern hat ich seit langem mal wieder Tanzkurs. Ihr wisst schon der 13. September rückt immer näher und meine Beine sind immer noch schwach wie die eines Storches. Laut Aussage diverser Beobachter werde ich aber trotzdem besser. Erinnert mich irgendwie an die Zeit an der ich eine Spange hatte. Nie getragen, aber immer vom Orthopäden gelobt wie diszipliniert ich sei. So isses halt.

 

Antwort von Jörg Tauss August 18, 2008

Ihr erinnert Euch bestimmt an die PE“Top die Wette gilt“ von Christoph und mir.

Die Antwort des Generalssekretärs der baden-württembergischen SPD, will ich Euch jedoch nicht vorenthalten.

Jörg Tauss schrieb:
Sehr geehrter Herr Brusniak,
sehr geehrter Herr Osazek,

seit wann sind wir per Du?

Immerhin weiss ich jetzt wenigstens, dass sich der Schwaetzer
Lafontaine und Stasi – Gysi jetzt auch noch einige pseudo – linke
Bubis halten. Wie kamen ausgerechnet Sie aber auf das Wort ’solid?

Dessen ungeachtet bin ich der Auffassung, dass die Baden-
Württemberger auf unseriöse Leute und demagogische Lügner nicht
hereinfallen. Deshalb halte ich gerne dagegen. Gegen Ihren
„Qualitätswein“ setze ich eine Flasche Spätburgunder Spätlese aus
meinem Wahlkreis.

Mit sozialdemokratischen Grüßen
Jörg Tauss

 

PE:14.08.2008 Linksjugend ['solid] Baden-Württemberg: Top die Wette gilt! August 14, 2008

Zur Aussage des Generalsekretärs der Südwest-SPD, Jörg Tauss vom 13.08.08 über die LINKE und ihre Chancen bei der Landtagswahl 2011 in Baden-Württemberg erklären Ben Brusniak, Bundessprecher von Linksjugend ['solid] und Christoph Ozasek, Landessprecher von Linksjugend ['solid] Baden-Württemberg:

Tauss erklärte vollmundig: „Ich bin unverändert der Meinung, dass die Linke nicht in den Landtag kommen wird, und würde darauf mehr als eine gute Flasche Wein wetten.“

„Jörg Tauss scheint offensichtlich den Bezug zur politischen Realität verloren zu haben. Nicht anders lässt sich seine Aussage deuten.“, resümiert Christoph Ozasek.

„Lieber Jörg, gerne nehmen wir deine Wette an! Unser Einsatz: Ein roter Qualitätswein, selbstverständlich aus kontrolliertem Bioanbau.“, so Ben Brusniak.

„Als Jugendverband der Partei DIE LINKE freuen wir uns auf die politische Auseinandersetzung im Land. Für uns ist es selbstverständlich, dass DIE LINKE daraus gestärkt und erfolgreich hervorgehen wird. Die LINKE wird 2011 mit einer starken Landtagsfraktion der sozialen Gerechtigkeit in Baden-Württemberg ein Gesicht geben.“, erklären die beiden Sprecher aus
Baden-Württemberg.

 

Yippieh das Klimacamp August 14, 2008

Gespeichert unter: Linksjugend['solid], Politik — benbrusniak @ 1:06
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Liebe Freund_innen des politischen Wandels,

In wenigen Tagen ist es soweit, das Klima- und Antira- Doppelcamp in
Hamburg geht los. Wir hoffen darauf, dass viele von euch dabei sind und
wollen euch hier noch schnell mit allen wichtigen und neuen Infos versorgen.

1. Endlich gibt es einen Platz für unser Camp, im Stadtteil Lurup.
Eine Karte des Platzes mit Umgebung findet ihr  hier

2. Als besonderer Bonbon ist hier noch mal ein Link zum Jingle für das
Camp und einer zum Gegenstrom-Video. Einfach klauen, kopieren und
weiterverbreiten!
http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=23645
http://de.youtube.com/watch?v=Aied1GEpJ9k

3. Ein Gesamtcampprogramm und sämtliche anderen Infos findet ihr auf der klimacampseite

Unser Reclaim-Power-Barrio-Programm findet ihr unten in dieser Mail.

Wenn ihr jetzt noch Fragen zur Anfahrt, Organisation, den Aktionen etc.
habt oder euch andere Sorgen bezüglich des Camps beschäftigen, schreibt
einfach an ak-klima@solid-web.de

Euer Ben
 

PE: 12.08.08 Gekommen um zu bleiben! August 12, 2008

Zum aktuellen Aufschwung der politischen Jugendorganisation Linksjugend ['solid]
Baden-Württemberg erklären Ben Brusniak, Bundessprecher von Linksjugend ['solid] und Christoph Ozasek, Landessprecher von Linksjugend ['solid]:

„Linksjugend ['solid] Baden-Württemberg ist ein sozialistischer Jugendverband. Er wirkt meinungsbildend im politischen Diskurs und hat den Anspruch junge Menschen für politische Prozesse zu begeistern. Wir verstehen uns als Plattform für antikapitalistische Kritik, antifaschistisches und antirassistisches Engagement und emanzipatorische Poltik“, erklärt Christoph Ozasek.

Seit der Gründung von Linksjugend ['solid] Baden-Württemberg im September 2007 konnten wir unsere Mitgliederstärke von 400 auf 600 Aktivistinnen und Aktivisten steigern, und somit 200 weitere junge Menschen für unsere Organisation gewinnen. Dies ist ein Zugwinn von 50% innerhalb eines Jahres.

„Dies zeigt, dass gerade in einem Land wie Baden-Württemberg das Bedürfnis nach einer Alternative gegenüber dem konservativem Einheitsbrei gesucht, und bei Linksjugend['solid] auch gefunden wird. Mit 600 Mitgliedern im Südwesten sind wir nun weit stärker als andere politische Jugendorganisation wie beispielsweise die Grüne Jugend Baden-Württemberg“, so der Bundessprecher Ben Brusniak.

„Linksjugend ['solid] wird auch weiterhin dafür streiten, dass Politik viel stärker im öffentlichen Raum stattfindet. Durch den Aufbau weiterer Ortsgruppen und die Durchführung unserer Kampagnen wie „Aufmucken-gegen-Rechts“ oder „Bundeswehr Raus aus Afghanistan“ werden wir in naher Zukunft auch die 1.000er Marke knacken“, ergänzt der Landessprecher Christoph Ozasek.


 

PE07.08.08 Gleiches Geld für Gleiche Arbeit August 8, 2008

Gespeichert unter: Linksjugend['solid], Politik, Pressemitteilungen — benbrusniak @ 9:50
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Der so genannte Wirtschaftsforscher Hans-Werner Sinn aus München plädiert gegen eine Angleichung der Ost-Löhne an West-Niveau. Dazu erklären Benjamin Brusniak, Bundessprecher von Linksjugend ['solid], und Christoph Ozasek, Landessprecher der Linksjugend ['solid] Baden-Württemberg:



Hans-Werner Sinn gehört zu den profiliertesten Meinungsmachern des deutschen Neoliberalismus. Sein Plädoyer für die Zersetzung sozialer Standards, die weitere Schwächung der Gewerkschaften als Interessenvertretung abhängig Beschäftigter und die Subventionierung menschenverachtender Erwerbsmodelle ist bezeichnend für die moralische Verkommenheit der deutschen Mainstreamökonomie. Die jährlich wachsende Ungleichheit in der Verteilung von Vermögen und Einkommen, steigende Armutsquoten und die grassierende Prekarisierung von Erwerbsverhältnissen sind greifbarer Ausdruck einer völlig verfehlten Wirtschafts- und Sozialpolitik in Deutschland.


Linksjugend ['solid] kämpft für eine Gesellschaft, in der nicht einige Wenige entscheiden wie und unter welchen Bedingungen Arbeit verrichtet wird, welche Arbeit entlohnt wird und welche gefälligst kostenlos und ehrenamtlich zu verrichten ist. Wir fordern, dass jede Arbeit, die gesellschaftlich notwendig ist, auch gesellschaftlich organisiert und entsprechend bezahlt werden muss. Dabei darf es keinen Unterschied zwischen Ost und West geben.


Der Unsinn, den Hans Werner Sinn erklärt, trägt nur dazu bei, dass Menschen im Osten auch nach 18 Jahren offizieller Einheit anscheinend immer noch weniger Wert sind als beispielsweise ein Münchner Wirtschaftsforscher.“